5 Broken Cameras

0 Posted by - 14. September 2015 - Filme, Konflikte, Menschenrechte

Palästina/Israel/Frankreich, 2011, Emad Burnat/Guy Davidi, 94 Min, OmdtU

Der Familienvater Emad Burnat lebt mit seiner Familie in dem kleinen Ort Bil’in im Westjordanland. Anlässlich der Geburt seines vierten Sohnes Gibreel kauft er sich eine Videokamera, um das Aufwachsen seines Sohnes zu dokumentieren. Zur gleichen Zeit werden die Bewohner*innen des Dorfes mit den Folgen des israelischen Siedlungsbaus konfrontiert, durch den sie große Gebietsverluste in Kauf nehmen sollen.

Mit seinen Kameras dokumentiert Emad Burnat die weitgehend friedliche Protestbewegung gegen die neue Grenzziehung der israelischen Regierung über einen Zeitraum von fünf Jahren. Während dieser Zeit leidet nicht nur die Bevölkerung unter den Konfrontationen mit dem israelischen Militär sondern auch Burnats Kameras. Vier Mal werden seine Kameras durch Übergriffe so sehr beschädigt, dass er sie durch neue ersetzen muss. Im Laufe des Films ist immer deutlicher zu sehen, wie die Dorfbewohner*innen Opfer von willkürlichen Verhaftungen, Zerstörung von Eigentum und gewaltsamen Übergriffen seitens israelischer Siedler*innen und der Armee werden – bis eines Tages sogar erste Todesopfer zu beklagen sind.

Der Film „5 Broken Cameras“ zeigt aus palästinensischer Sicht die Folgen des israelischen Siedlungsprogramms im Westjordanland und gibt Einblick, warum eine Annäherung der beiden Seiten durch die geschaffenen Tatsachen immer schwieriger erscheint.

 

Themen: Nahostkonflikt, Protest, Vertreibung, Grenzziehung, Völkerrecht, Siedlungspolitik,

Fächer: Politik, Ethik/Religion, Geschichte

Altersempfehlung: ab 16 Jahren – FSK o. A.

 

Workshopinhalt: Medienpädagogisches Konzept

Methoden: Programmplaner*innenspiel

Dauer: Film + Filmgespräch: 180 Min. / Film + Filmgespräch + Workshop: insgesamt 240 Min.

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Trailer: 5 Broken Cameras