Kinshasa Symphony

0 Posted by - 12. September 2014 - Filme, Lebenswelten

Deutschland 2010, Claus Wischmann, Martin Baer, Doku, 98 Min, OmdtU

In Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, leben die Menschen umringt von Armut und Verzweiflung. Doch inmitten dieser Trostlosigkeit hat sich eine musikalische Enklave gebildet: das erste Kinshasa Symphonieorchester, bestehend aus 200 Musiker/innen, die allesamt Laien sind. Ihr Ziel: klassische Musik als Gegenpol zur Tristesse des Alltags. Nicht nur der Einsatz der jeweiligen Kompositionen ist überwältigend (man hört „Die Ode an die Freude“), auch die vorgestellten Personen, die stellvertretend für viele stehen, geben einen einzigartigen und berührenden Einblick in ihren von existenziellen Problemen geprägten Alltag. Der Film schafft es, den Musiker/innen nahe zu kommen, er verleiht ihnen eine Würde, die den ganzen Film trägt. Die unmenschlichen Bedingungen der Bewohner/innen sind immer spürbar, werden aber nie auf dem Präsentierteller serviert.
Ein mitreißender Film, der zeigt, wie kraftvoll, mächtig und heilend Musik sein kann.

Auszeichnungen: FBW-Prädikat: “besonders wertvoll”, Nominierung Grimme-Preis 2012

 

Themen: Afrika, DR Kongo, Kinshasa, klassische Musik, Globalisierung, Menschenwürde

Fächer: Musik, PoWi, Religion/Ethik, Erdkunde

Altersempfehlung: ab 12 Jahren – FSK 0

 

Dauer: Film + Filmgespräch: 180 Min.

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Link zum Interview mit Regisseur Claus Wischmann

 

Trailer: Kinshasa Symphony